Matthias-Hoeren Preis

Der Matthias-Hoeren Bürgerpreis wird alle zwei Jahre als eine Anerkennung und Auszeichnung für hervorragende, vorbildliche Gemeinschaftsleistungen zum Nutzen der Korschenbroicher Bürger verliehen.
Mitglieder der Jury sind: Bürgermeister Marc Venten (Vorsitzender), Uwe Amelungk, Brigitte Bienioschek, Udo Erkes, Martin Kresse, Hans-Peter Otten, Daniel Pelzer, Melanie Schmuck, Josef Schnock, Christoph Türks.
06.01.2026 – Bürger-Ehrung im Kreise der Schützen
Beim Neujahrsempfang der St.-Katharina und St.-Sebastianus-Bruderschaften wurde Karl-Heinz Göris der Matthias-Hoeren-Preis überreicht – auch wenn die Auszeichnung nicht direkt mit dem Brauchtum in Verbindung steht.
Die Feierstunde der beiden Bruderschaften stand unter anderem im Zeichen der Verleihung des Bürgerpreises. Foto: Markus Rick · Von Rudolf Barnholt
Korschenbroich. Die Feierstunde der St.-Katharina-Junggesellenbruderschaft und der St.-Sebastianer am Sonntagabend in der Aula des Korschenbroicher Gymnasiums war rund 90 Minuten lang, und das aus gutem Grund: Die Veranstaltung wurde genutzt, um Karl-Heinz Göris den Matthias-Hoeren-Preis zu verleihen. Das passte, denn sowohl der Preisträger, als auch die Vertreter der Bürgerstiftung „Für Korschenbroich", die die Preisverleihung vornahmen, sind Schützen.
Thomas Siegers, Präsident der St.-Sebastianus-Bruderschaft, begrüßte zum traditionellen Neujahrsempfang die aktuellen Majestäten beider Bruderschaften, Florian Kirchberg mit Anna-Lena Schumacher beziehungsweise Rajan Esser mit Luisa Nethövel sowie aktuelle, aber auch neue Amtsträger.
Udo Bartsch kam zum ersten Mal als stellvertretender Landrat, Christiane Schläwe und Frank Weckauf sind die neuen Vertreter von Bürgermeister Marc Venten, der wenig später für seine launige Ansprache kräftigen Applaus bekommen sollte. Aber zunächst sorgte Frederik Hamm, Präsident der St.-Katharina-Junggesellenbruderschaft, mit seinem Festvortrag unter der Überschrift „Zusammenwachsen" für Nachdenklichkeit. Was ihm nach 50 Jahren Stadt Korschenbroich aufgefallen war: „Wir haben ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt, und trotzdem haben die einzelnen Ortsteile ihre Identität bewahrt."
Hamm, dessen Tage als Präsident der Junggesellenbruderschaft gezählt sind, weil er mittlerweile verheiratet ist und im vergangenen Jahr Vater geworden war, wandte sich an die Babyboomer, die jetzt in großer Zahl in Rente gehen: „Ihr Ruhestand ist auch eine Chance für die Gesellschaft. Motivieren Sie Ihre Bekannten, um ehrenamtlich aktiv zu werden." Das helfe auch, der Einsamkeit vorzubeugen.
Thomas Siegers hatte unter anderem Bezirksbundesmeister Horst Thoren begrüßt. Er geht davon aus, dass Thoren seine Erfahrungen bei der Planung des Bundesschützenfestes in Mönchengladbach im vergangenen Jahr einbringen wird in die Planungen des Bundesschützenfestes in Korschenbroich in drei Jahren.
Bürgermeister Marc Venten erinnerte daran, dass Heinz Schubert am 12. November 2025 100 Jahre alt geworden wäre. Schubert war als Alfred Tetzlaff in „Ein Herz und eine Seele" berühmt geworden. Was Venten beklagte: „Seit 2023 werden die Folgen mit einem Warnhinweis versehen: Es könnten Passagen geben, die heute als diskriminierend gelten." Der Bürgermeister hält solche Warnhinweise für albern, weil der Alltag „voller Gefahren und Niederlagen" sei. Sein Credo: „Wenn man ständig und überall das Risiko sieht, kommt man nicht weiter." Ganz in diesem Sinne wünschte er „ein mutiges Jahr 2026".
Der ehemalige Vorsitzende der Bürgerstiftung, Fritz Otten und Ulrich Böttges als Vorsitzender des Stiftungsrats, traten in Schützenjacken auf, legte diese aber schnell ab, trugen darunter ein dunkles Sakko. Das war gut so, denn der Bürgerpreis ist ja kein Preis, den die Schützen vergeben. Geehrt wurde Karl-Heinz Göris (74), der elfeinhalb Jahre Vorsitzender der Kinder-Direkthilfe Korschenbroich war. Er ist jetzt in die zweite Reihe zurückgetreten, Marco Heuter ist sein Nachfolger und wird vom Schützenzug Donnerwürmkes unterstützt.
„Ich habe mich schon früh ehrenamtlich engagiert, war in der Katholischen Jugend aktiv", erklärte Göris. Und er lobte die Vorstände der beiden Bruderschaften: „Sie haben mit aller Kraft hinter der Kinder-Direkthilfe Korschenbroich gestanden. Die Bruderschaften haben uns immer sehr unterstützt." Das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro hatte die NEW zur Verfügung gestellt, sie wurde von Matthias Peters vertreten.
Böttges warb für die Bürgerstiftung: „Engagieren Sie sich bei uns, und wenn Sie keine Zeit haben, werden Sie Zustifter." Klanglich bereicherten die Orchestergemeinschaft der Musikkapelle Kleinenbroich und des Stadtorchesters Korschenbroich, geleitet von Kathrin Simons, die Feierstimmung.
10.12.2025 – Matthias-Hoeren-Preis: Ehrung für einen, der Dinge bewegt
Karl-Heinz Göris engagiert sich seit Jahren in der Kinderdirekthilfe Korschenbroich und im Kirchenvorstand. Für seinen herausragenden Einsatz zeichnete ihn die Bürgerstiftung jetzt mit dem Matthias-Hoeren-Preis aus.
Über den Matthias-Hoeren-Preis für Karl Heinz Göris (2.v.l.) freuten sich auch Ulrich Böttges (l.), Bürgermeister Marc Venten (Mitte), Thomas Goldmann und Fritz Otten (r.). Foto: Markus Rick · Von Angela Wilms-Adrians
Korschenbroich. An den Namensgeber des Matthias-Hoeren-Preises hat Karl-Heinz Göris nach eigenem Bekunden viele positive Erinnerungen. Haften geblieben ist vor allem die zupackende Art des verstorbenen Landrates, der Dinge beherzt nach dem Motto „dat maken wir" angegangen sei. Göris selbst ist wohl auch so ein „Pack-an", der im Einsatz für seine Ehrenämter nicht die Stunden zu zählen scheint. Für sein außerordentliches Engagement wird dem Korschenbroicher nun durch die Bürgerstiftung Für Korschenbroich der Matthias-Hoeren-Preis verliehen.
Die Übergabe mit Urkunde und einem Relief wird während des Neujahrsempfangs der beiden Korschenbroicher Bruderschaften St. Katharina und St. Sebastianus am 4. Januar 2026 in der Aula des Gymnasiums erfolgen. Das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro stiftet der Projektpartner NEW. Noch steht nicht fest, ob Fritz Otten, zurückgetretener Vorsitzender des Stiftungsrats, oder dessen Nachfolger Ulrich Böttges die Laudatio halten werden. Vielleicht werden sie es auch gemeinsam machen, sagen beide Herren, die im Amt Wert auf einen fließenden Übergang legen.
Beim Gespräch im Rathaus betont Bürgermeister Marc Venten, dass acht, teilweise sehr bemerkenswerte Vorschläge für den diesjährigen Preisträger eingegangen seien. Die Jury habe sich einstimmig für Göris ausgesprochen.
Der Korschenbroicher ist seit etwa 30 Jahren in der Gemeindearbeit und im Kirchenvorstand aktiv. Hier kümmert er sich schwerpunktmäßig um die Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft. Aus Altersgründen könne er im kommenden Jahr nicht mehr für das Amt kandidieren, sagt der 74-Jährige. Außerdem engagiert sich Göris als erster Vorsitzender in der Kinderdirekthilfe Korschenbroich, die er als Mitglied im Schützenzug „Lange Lulatsche" mitbegründete und die seit 1997 ein eingetragener Verein ist.
Göris war zunächst Stellvertreter des Initiators Jürgen Hüsges, den er 2014 in der Funktion des Vorsitzenden ablöste. Die Kinderdirekthilfe verfolgt zwei Schwerpunkte: die Kinderhilfe Bolgatanga in Westafrika und seit eineinhalb Jahren in Benin ein Projekt, das sich vor allem für Mädchen einsetzt. „Es ist unser Anliegen, Kinder und Jugendliche in ein normales soziales Fahrwasser zu bringen und ihnen zu helfen, in der Ausbildung Fuß zu fassen", sagt Göris.
Als Bindeglied seiner Aktivitäten bezeichnet er die Unterstützung von Kindern. Das sei ihm und seiner Frau Ulla immer wichtig gewesen, da sie keine eigenen Kinder haben konnten. Er hat zudem eine Zeit die erste Handball-Mannschaft des TV Korschenbroich begleitet. Der Korschenbroicher betont, stets günstige Konditionen für seine Ehrenämter gehabt zu haben. Seine Ehefrau teile die gleiche Grundeinstellung und sei ebenfalls ehrenamtlich tätig.
Es habe zwar immer wieder Zeiten gegeben, in denen etwas „drückte und drängte", doch die ehrenamtliche Arbeit habe er nie als Belastung empfunden. Es mache ihm einfach Spaß zu sehen, wie sich Dinge verändern, begleiten und bewegen ließen, so Göris.
Otten betont das Anliegen der Bürgerstiftung, über den weit gefassten Stiftungszweck unterschiedliche Generationen zu erreichen und zu motivieren. „Das große Thema der Stiftung ist der Versuch, in unserer zusammengefügten Stadt das Gemeinschaftsgefühl zu stärken", so Otten. Daher würden zum Beispiel mit dem Matthias-Hoeren-Preis einzelne Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich gesamtstädtisch einbringen. In der Finanzierung der Preisgelder arbeitet die Bürgerstiftung mit Projektpartnern zusammen.
Vorstandsvorsitzender Thomas Goldmann deutet die große Zahl der Vorschläge für die diesjährige Nominierung als großes Spektrum in der Bürgerschaft. In der seit einigen Jahren verstärkten und auch drängenderen Nachfrage zu Entscheidungsfindungen der Jury erkennt Otten eine gestiegene Wahrnehmung des Matthias-Hoeren-Preises. Übereinstimmend betonen die Vorstandsmitglieder, dass die Einladung der Bruderschaften zum Neujahrsempfang mit Preisverleihung für ganz Korschenbroich gelte.
08.12.2025 – Preisträger des Matthias-Hoeren-Bürgerpreises 2025 vorgestellt
Bürgermeister Marc Venten hat am 08.12.2025 den diesjährigen Preisträger des Matthias-Hoeren-Bürgerpreises bekannt gegeben. Aus einer großen Anzahl hochkarätiger Vorschläge hat sich die Jury einstimmig für Karl-Heinz Göris entschieden.
23.09.2023 – Vogelschutzgruppe des Heimatvereins erhält den Preis 2023
Rheinische Post vom 23.09.2023: Die Vogelschutzgruppe des Heimatvereins Korschenbroich erhält den Matthias-Hoeren-Bürgerpreis 2023.
05.04.2022 – Trio für Corona-Konzerte ausgezeichnet
NGZ vom 05.04.2022: Trio für Corona-Konzerte ausgezeichnet.
Preisträger 2019: Hubert Tokioth
Preisträger 2017: Jürgen Hüsges
Preisträger 2015: Heinz Schriedels – Bürgerpreis für sein Lebenswerk
Im Jahre 2015 erhielt Heinz Schriedels den Matthias-Hoeren Bürgerpreis anlässlich der 150-Jahr Feier der St. Sebastianus Bruderschaft Liedberg.
Preisträger 2013: Johannes Deuss
Preisträgerin 2011: Karin Scheffler – Bürgerpreis für herausragendes gesellschaftliches Engagement
Im Jahre 2011 erhielt Karin Scheffler den Matthias-Hoeren Bürgerpreis überreicht.
Preisträgerin 2009: Christel Hermühlheim – Bürgerpreis für sozialen Einsatz
Im Jahre 2009 erhielt Christel Hermühlheim anlässlich des Bürgerfestes in Liedberg den Matthias-Hoeren Bürgerpreis überreicht.







