Matthias-Hoeren-Preis - Ehrung für einen, der Dinge bewegt
10.12.2025 Matthias-Hoeren-Preis - Ehrung für einen, der Dinge bewegt
Karl-Heinz Göris engagiert sich seit Jahren in der Kinderdirekthilfe Korschenbroich und im Kirchenvorstand. Für seinen herausragenden Einsatz zeichnete ihn die Bürgerstiftung jetzt mit dem Matthias-Hoeren-Preis aus.
Über den Matthias-Hoeren-Preis für Karl Heinz Göris (2.v.l.) freuten sich auch Ulrich Böttges (l.), Bürgermeister Marc Venten (Mitte), Thomas Goldmann und Fritz Otten (r.).
Foto: Markus Rick
Von Angela Wilms-Adrians
Korschenbroich An den Namensgeber des Matthias-Hoeren-Preises hat Karl-Heinz Göris nach eigenem Bekunden viele positive Erinnerungen. Haften geblieben ist vor allem die zupackende Art des verstorbenen Landrates, der Dinge beherzt nach dem Motto „dat maken wir“ angegangen sei. Göris selbst ist wohl auch so ein „Pack-an“, der im Einsatz für seine Ehrenämter nicht die Stunden zu zählen scheint. Für sein außerordentliches Engagement wird dem Korschenbroicher nun durch die Bürgerstiftung Für Korschenbroich der Matthias-Hoeren-Preis verliehen.
Die Übergabe mit Urkunde und einem Relief wird während des Neujahrsempfangs der beiden Korschenbroicher Bruderschaften St. Katharina und St. Sebastianus am 4. Januar 2026 in der Aula des Gymnasiums erfolgen. Das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro stiftet der Projektpartner NEW. Noch steht nicht fest, ob Fritz Otten, zurückgetretener Vorsitzender des Stiftungsrats, oder dessen Nachfolger Ulrich Böttges die Laudatio halten werden. Vielleicht werden sie es auch gemeinsam machen, sagen beide Herren, die im Amt Wert auf einen fließenden Übergang legen.
Beim Gespräch im Rathaus betont Bürgermeister Marc Venten, dass acht, teilweise sehr bemerkenswerte Vorschläge für den diesjährigen Preisträger eingegangen seien. Die Jury habe sich einstimmig für Göris ausgesprochen.
Der Korschenbroicher ist seit etwa 30 Jahren in der Gemeindearbeit und im Kirchenvorstand aktiv. Hier kümmert er sich schwerpunktmäßig um die Kindergärten in kirchlicher Trägerschaft. Aus Altersgründen könne er im kommenden Jahr nicht mehr für das Amt kandidieren, sagt der 74-Jährige. Außerdem engagiert sich Göris als erster Vorsitzender in der Kinderdirekthilfe Korschenbroich, die er als Mitglied im Schützenzug „Lange Lulatsche“ mitbegründete und die seit 1997 ein eingetragener Verein ist.
Göris war zunächst Stellvertreter des Initiators Jürgen Hüsges, den er 2014 in der Funktion des Vorsitzenden ablöste. Die Kinderdirekthilfe verfolgt zwei Schwerpunkte: die Kinderhilfe Bolgatanga in Westafrika und seit eineinhalb Jahren in Benin ein Projekt, das sich vor allem für Mädchen einsetzt. „Es ist unser Anliegen, Kinder und Jugendliche in ein normales soziales Fahrwasser zu bringen und ihnen zu helfen, in der Ausbildung Fuß zu fassen“, sagt Göris.
Als Bindeglied seiner Aktivitäten bezeichnet er die Unterstützung von Kindern. Das sei ihm und seiner Frau Ulla immer wichtig gewesen, da sie keine eigenen Kinder haben konnten. Er hat zudem eine Zeit die erste Handball-Mannschaft des TV Korschenbroich begleitet. Der Korschenbroicher betont, stets günstige Konditionen für seine Ehrenämter gehabt zu haben. Seine Ehefrau teile die gleiche Grundeinstellung und sei ebenfalls ehrenamtlich tätig.
Es habe zwar immer wieder Zeiten gegeben, in denen etwas „drückte und drängte“, doch die ehrenamtliche Arbeit habe er nie als Belastung empfunden. Es mache ihm einfach Spaß zu sehen, wie sich Dinge verändern, begleiten und bewegen ließen, so Göris.
Otten betont das Anliegen der Bürgerstiftung, über den weit gefassten Stiftungszweck unterschiedliche Generationen zu erreichen und zu motivieren. „Das große Thema der Stiftung ist der Versuch, in unserer zusammengefügten Stadt das Gemeinschaftsgefühl zu stärken“, so Otten. Daher würden zum Beispiel mit dem Matthias Hoeren-Preis einzelne Persönlichkeiten auszeichnet, die sich gesamtstädtisch einbringen. In der Finanzierung der Preisgelder arbeitet die Bürgerstiftung mit Projektpartnern zusammen.
Vorstandsvorsitzender Thomas Goldmann deutet die große Zahl der Vorschläge für die diesjährige Nominierung als großes Spektrum in der Bürgerschaft. In der seit einigen Jahren verstärkten und auch drängenderen Nachfrage zu Entscheidungsfindungen der Jury erkennt Otten eine gestiegene Wahrnehmung des Matthias-Hoeren-Preises. Übereinstimmend betonen die Vorstandsmitglieder, dass die Einladung der Bruderschaften zum Neujahrsempfang mit Preisverleihung für ganz Korschenbroich gelte.
